Hintergründe

Hintergründe zum musikbezogenen Sprachvermittlungskonzept
SPRING

Die Sprachmuster und die variable Sprachgestaltung wurden mit Hilfe historischer Modelle rezitativer Sprach- und Sprechgestaltung analysiert und auf die musikpädagogische Praxis übertragen.

Denn die Verbindung von Musik und Sprache ist ein Phänomen, das uns im Alltag auf Schritt und Tritt begegnet. Die Vorgänge, wie Musik zur Sprache und wie Sprache zur Musik wird, sind bereits im (musik)historischen Kontext aufzufinden und berühren zahlreiche Sparten der klassischen, aber auch der populären Musik. Über den Sprachcharakter der Musik gab es in der Geschichte der westeuropäischen Kunstmusik zu unterschiedlichen Zeiten wissenschaftliche Diskurse. Die Bandbreite reicht von barocken Formen der Musik als Klangrede (J. Matheson), den musikalischen Dialog bei C. Monteverdi, J.S. Bach und W.A. Mozart bis hin zum absolut musikalischen Standpunkt von Musik als tönend bewegter Form (E. Hanslick). Dies berührt sowohl die romantische Auffassung der Musik als Sprache des Unaussprechlichen (E.T.A. Hoffmann) als auch den ästhetische Streit um die Programmmusik im 19. Jahrhundert, dessen Einfluss auf musikalische Werturteile in ästhetischen Positionen bis auf den heutigen Tage nachklingt. 

In der Musikpädagogik reicht die Bandbreite unterrichtlicher Themen von natürlichen Spracherwerbsprozessen in Grund- und Vorschule über programmmusikalische Implikationen (Musik als Sprache der Gefühle) bis hin zur Schwerpunktsetzung in der Vertonung von Sprachklängen, geräuschhaften Ausdrucksmöglichkeiten und Sprachlauten, z.B. bei dem polnischen Komponisten Krzysztof Penderecki (1933-2020; Aus Sprache wird Musik), der konkreten Untersuchung musikalisch-rhetorischer Figuren oder dem Sprechen der Instrumente (N. Harnoncourt, S. Drees u.a.). Im musikethnologischen Diskursen zeigt darüber hinaus die Beschäftigung mit westafrikanischer Musik, dass z.B. durch die Nachahmung des Sprechduktus auf der Talking Drum resp. auf Nachrichtentrommeln sogar Botschaften mit semantischer Eindeutigkeit übermittelt werden können.

 

Diese Ausführungen werden in Kürze fortgesetzt.

 

© Universität Regensburg 2026. Alle Rechte vorbehalten.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.